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Donnerstag, 26. Oktober 2017EAC fordert Transparenz und eine europaweit abgestimmte Perspektive zur Zukunft der Verbrennungsmotoren

„Wir brauchen klare Aussagen zur Zukunft der automobilen Antriebstechniken – insbesondere vor dem Hintergrund, dass in einigen Mitgliedstaaten schon über Ausstiegsdaten aus dem Verbrennungsmotor diskutiert wird“, so EAC-Vizepräsident Günther Schweizer auf die Frage, was er sich von der Politik wünsche. 

Schnell wurde in der Podiumsdiskussion der EAC-Veranstaltung am 17. Oktober in Brüssel deutlich, dass ein Umweltlabel für PKW als Erweiterung des bestehenden Car Labels selbst bei europaweiter Harmonisierung nur einen Teilbeitrag leisten kann, um der zunehmenden Verunsicherung der Verbraucher beim Kauf eines neuen Fahrzeugs zu begegnen.

So kann ein entsprechend ausgestaltetes Label zwar der besseren Vergleichbarkeit von Autos mit unterschiedlichen Antriebstechniken dienen und damit in Zeiten von Fahrverboten in Innenstädten und der fast europaweit verbreiteten Fahrzeugbesteuerung mit CO2-Komponente eine Orientierung für potenzielle Käufer bieten. Darüber hinaus bedarf es jedoch auch einer eindeutigen Positionierung seitens der Politik, um Industrie und Verbrauchern Investitionssicherheit zu geben: „Wenn die Kommission und einige Mitgliedstaaten schon heute laut über das Aus von Diesel und Benziner nachdenken, birgt das die Gefahr, dass jegliche Weiterentwicklung der Verbrennungsmotoren ausgebremst wird. Zudem werden verunsicherte Konsumenten ihre Kaufentscheidung aufschieben, bis Klarheit herrscht, ob es für Verbrenner auch künftig noch einen Markt in der EU geben wird. Die Folgen liegen klar auf der Hand: Der Fuhrpark erneuert sich langsamer und wird insgesamt älter - zu Lasten von Verkehrssicherheit und Umwelt. Das kann nicht in unserem Interesse sein“, resümiert Schweizer.

Doch nicht nur die Politik, auch die Hersteller seien gefordert. Schweizer betont: „Natürlich muss auch die Automobilindustrie ihren Beitrag leisten. Solange diese - gerade im Hinblick auf den Abgasskandal – weiterhin Fehler erst dann einräumt, wenn sie bereits offenkundig und nachgewiesen sind, werden alle anderen Maßnahmen wirkungslos verpuffen. Wir brauchen dringend mehr Transparenz und weniger Salamitaktik!“


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